Der komplette Expat- & Relocation-Guide für Frankfurt am Main (2026)
Ob Sie mit einer internationalen Bank wechseln, ein Fintech-Startup gründen, mit Ihrer Familie umziehen oder als Freiberufler ein neues Kapitel aufschlagen – dieser Guide deckt alles ab, was Sie für Ihren Umzug nach Frankfurt brauchen. Aktualisiert für 2026 mit realen Daten zu Mieten, Visa-Schwellenwerten, Schulgebühren und den neuesten Einwanderungsreformen. Präsentiert von FARAWAYHOME, Frankfurts Plattform für möblierte Premium-Wohnungen.
Warum Frankfurt? Deutschlands internationalste Stadt
Frankfurt am Main ist weit mehr als eine Bankenstadt mit Skyline – es ist die internationalste Großstadt Deutschlands. Von den rund 779.000 Einwohnern besitzen 32 % einen ausländischen Pass, vertreten sind 179 Nationalitäten. Zählt man deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund hinzu, liegt der Anteil bei über 57 %. In der U-Bahn hört man Türkisch, Italienisch, Kroatisch, Hindi, Mandarin und Englisch. Für Zuzugsinteressierte bedeutet das: Frankfurt ist eine Stadt, die Neuankömmlinge gewöhnt ist.
Die Wirtschaft wird von der Finanzbranche getragen – Europäische Zentralbank, Deutsche Bank, Commerzbank und Dutzende internationaler Banken, die nach dem Brexit hierher expandiert haben – reicht aber weit darüber hinaus in Beratung, IT, Logistik, Messen und Pharma. Der Flughafen Frankfurt, einer der verkehrsreichsten Europas, bringt Sie innerhalb weniger Stunden in fast jede europäische Hauptstadt. Die Metropolregion Rhein-Main mit 5,8 Millionen Einwohnern bietet einen tiefen und vielfältigen Arbeitsmarkt.
Auf Platz 7 weltweit im Mercer Quality of Living Index 2024 und zur World Design Capital 2026 ernannt, befindet sich Frankfurt in einem sichtbaren Wandel: 29 Hochhäuser sind im Bau, fast 2.000 Design-Events finden 2026 statt, und das kulturelle Angebot hat sich deutlich erweitert. Dazu kommen kostenlose öffentliche Kindergärten, exzellente internationale Schulen und eine kompakte Stadt, in der die meisten Pendelwege unter 30 Minuten liegen – eines der überzeugendsten Relocation-Ziele in Europa.
Frankfurt auf einen Blick
| Einwohner | ~779.000 (Stadt), ~5,8 Mio. (Metropolregion Rhein-Main) |
| Sprache | Deutsch (Englisch verbreitet in Finanz- und Geschäftswelt) |
| Währung | Euro (€) |
| Zeitzone | MEZ (UTC+1) / MESZ (UTC+2 im Sommer) |
| Schlüsselbranchen | Banken, Beratung, IT/Fintech, Logistik, Messen |
| Durchschnittsmiete (1-Zi., möbliert, Innenstadt) | ~€1.130–1.800/Monat |
| Klima | Gemäßigt – warme Sommer (&#∅25°C), milde Winter (&#∅2°C) |
| Flughafen | Frankfurt Airport (FRA) – 11 Min. zum Hauptbahnhof per S-Bahn |
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Visum und Einwanderung
Das reformierte Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das zwischen November 2023 und Juni 2024 in drei Stufen in Kraft trat, hat den offensten Einwanderungsrahmen in der deutschen Geschichte geschaffen. Was Sie 2026 wissen müssen:
EU-/EÖR-/Schweizer Bürger
Sie genießen volle Freizügigkeit und können ohne Visum in Frankfurt leben und arbeiten. Die einzige Pflicht ist die Anmeldung Ihres Wohnsitzes innerhalb von zwei Wochen – siehe unten.
Nicht-EU-Fachkräfte: die EU Blue Card
Die Blaue Karte EU bleibt der schnellste Weg für qualifizierte Nicht-EU-Arbeitskräfte. Für 2026 gelten folgende Gehaltsschwellen:
| Kategorie | Bruttojahresgehalt |
|---|---|
| Allgemeine Schwelle | 50.700 € |
| Mangelberufe (IT, MINT, Gesundheit, Finanzen) | 45.934 € |
| IT-Fachkräfte mit 3+ Jahren Erfahrung (ohne Abschluss) | 45.934 € |
Diese Schwellen sind gegenüber 2025 um ca. 5 % gestiegen, gekoppelt an die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung. Die Blaue Karte bietet einen Weg zur Niederlassungserlaubnis nach 33 Monaten oder bereits nach 21 Monaten bei B1-Deutschkenntnissen. Ehepartner erhalten eine automatische Arbeitserlaubnis.
Die Chancenkarte
Seit Juni 2024 erlaubt die Chancenkarte Nicht-EU-Fachkräften, bis zu 12 Monate ohne Jobangebot zur Arbeitssuche nach Deutschland zu kommen. Voraussetzung ist entweder eine anerkannte Qualifikation oder mindestens 6 Punkte in einem System, das Berufserfahrung, Sprachkenntnisse (Deutsch B2 = 3 Punkte), Alter unter 35 (2 Punkte) und Mangelberufe bewertet. Nebentätigkeit bis zu 20 Stunden pro Woche ist gestattet.
Erfahrungsbasierte Einwanderung
Nach dem neuen Gesetz können Arbeitskräfte mit zwei Jahren Berufserfahrung und einer Heimatqualifikation ohne formale Anerkennung in Deutschland arbeiten. Eine „Anerkennungspartnerschaft“ ermöglicht den sofortigen Arbeitsbeginn, während die Qualifikationsanerkennung parallel läuft.
Anmeldung
Jeder, der nach Frankfurt zieht – unabhängig von der Staatsangehörigkeit – muss sich innerhalb von zwei Wochen persönlich beim Bürgeramt anmelden. Eine digitale Anmeldung gibt es für ausländische Staatsangehörige nicht. Bringen Sie Ihren Reisepass, das ausgefüllte Anmeldeformular und die Wohnungsgeberbestätigung mit. Termine buchen Sie online über die Webseite der Stadt Frankfurt – neue Slots werden werktags um 6:00 Uhr freigeschaltet, jeweils zwei Wochen im Voraus. Die Termine sind innerhalb von Minuten vergeben – stellen Sie sich einen Wecker.
Frankfurter Ausländerbehörde
Die Ausländerbehörde in der Rebstöcker Straße arbeitet nur mit Terminvergabe. Die typische Bearbeitungszeit für Aufenthaltserlaubnisse beträgt 12–16 Wochen. Beantragen Sie die Verlängerung mindestens vier Monate vor Ablauf Ihres aktuellen Aufenthaltstitels. Bringen Sie Reisepass, aktuelles Visum, Meldebescheinigung, Arbeitsvertrag, Krankenversicherungsnachweis und biometrische Passfotos mit.
Wohnen in Frankfurt
Frankfurts Wohnungsmarkt gehört zu den angespanntesten in Deutschland. Die Leerstandsquote liegt bei 2,5–3 %, die Mieten steigen jährlich um circa 5–6 %, und die Baugenehmigungen gingen 2024 um 30 % zurück. Für Zuziehende bedeutet das: Früh mit der Suche beginnen, schnell entscheiden und für die ersten Monate eine möblierte Wohnung in Betracht ziehen.
Was Wohnungen in Frankfurt kosten
Die folgende Tabelle zeigt aktuelle Mietspannen für Neuvermietungen. „Kaltmiete“ ist die Grundmiete ohne Nebenkosten; rechnen Sie zusätzlich ca. 150–350 €/Monat für Nebenkosten. Möblierte Wohnungen liegen typischerweise 20–30 % über den unmöblierten Vergleichsmieten.
| Wohnungstyp | Typische Größe | Kaltmiete (unmöbliert) | Möbliert (Schätzung) |
|---|---|---|---|
| Apartment / Studio | 30–35 m² | 600–750 € | 900–1.400 € |
| 1-Zimmer-Wohnung | 45–55 m² | 750–1.200 € | 1.130–1.800 € |
| 2-Zimmer-Wohnung | 70–85 m² | 1.100–1.900 € | 1.600–2.500 € |
| 3-Zimmer-Wohnung | 90–120 m² | 1.750–3.200 € | 2.200–3.500+ € |
Kaufpreise liegen stadtweit bei durchschnittlich 5.500–6.500 € pro Quadratmeter, in Premium-Lagen wie dem Westend-Süd bei 8.500–9.400 €/m². Die Mietpreisbremse gilt in Frankfurt und begrenzt Neuvermietungen auf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete – verlängert bis 2029.
Die besten Viertel für Expats
Westend ist Frankfurts prestigeträchtigstes Wohnviertel. Baumbeständene Straßen mit Gründerzeit-Villen, fußläufig zum Bankenviertel, Einzimmerwohnungen ab ca. 1.200–2.000 €. Erste Wahl für Senior-Finanzprofis und Corporate Transferees.
Nordend ist der bevölkerungsreichste Stadtteil und verbindet eine bohemisch-kreative Atmosphäre mit hervorragenden Cafés, dem wöchentlichen Bauernmarkt am Friedberger Platz und guten Schulen. Beliebt bei Familien und jungen Fachkräften, Mieten bei 1.000–1.600 € für eine Einzimmerwohnung.
Sachsenhausen zieht Expats an, die traditionelles deutsches Flair suchen – Apfelweinknäppen, das Museumsufer, Kopfsteinpflasterstraßen – kombiniert mit einem lebhaften Sozialleben rund um den Schweizer Platz. Südlich des Mains fühlt es sich an wie eine eigene kleine Stadt.
Bornheim, auch „das lustige Dorf“ genannt, bietet ein lebendiges, gemeinschaftsorientiertes Lebensgefühl entlang der Berger Straße mit unabhängigen Geschäften, Restaurants und moderateren Preisen als Nordend oder Westend.
Ostend, Standort des EZB-Hauptsitzes, ist das aufstrebende Viertel für junge Familien, die Nähe zum Fluss und den Hafenpark suchen. Mieten 10–15 % unter Nordend-Niveau.
Europaviertel ist Frankfurts jüngstes Quartier – Neubau, exzellente U-Bahn-Anbindung, fußläufig zur Messe und zum Bankenviertel. Ideal für alle, die moderne Wohnungen mit zeitgemäßer Ausstattung bevorzugen.
Wohnungstypen für Neuankömmlinge
Möblierte Wohnungen sind die kluge Wahl für Neuankömmlinge: voll ausgestattet, sofort einzugsbereit und anmeldefähig. FARAWAYHOME bietet eine kuratierte Auswahl möblierter Wohnungen in ganz Frankfurt mit transparenter Preisgestaltung, All-inclusive-Miete und flexiblen Laufzeiten ab einem Monat. Jede Wohnung wird persönlich besichtigt, jeder Vermieter verifiziert.
Serviced Apartments beinhalten Reinigung, Nebenkosten und teilweise Frühstück – ideal für längere Geschäftsreisen oder Familien, die eine Übergangslösung während der Wohnungssuche benötigen.
Corporate Housing wird von Arbeitgebern für Transferees arrangiert, meist in günstiger Lage zum Bankenviertel oder Flughafen mit flexiblen Firmenverträgen.
Unmöblierte Langzeitmietverträge sind günstiger, erfordern aber Geduld (2–4 Monate Suche), eine Kaution von 2–3 Monatsmieten und erhebliche Investitionen in Möbel – deutsche Wohnungen werden oft ohne Lampen, Küche oder Einbauten vermietet.
Eigentum kaufen – wenn Frankfurt Ihr langfristiges Zuhause werden soll, bietet der Kaufmarkt solide Fundamentaldaten. FARAWAYHOME listet Wohnungen zum Kauf in Frankfurt – von modernen Eigentumswohnungen bis hin zu klassischen Altbauwohnungen.
Lebenshaltungskosten
Frankfurt ist nach deutschen Maßstäben teuer, bleibt aber im Vergleich zu London, Zürich oder Paris erschwinglich. Die Gehälter in Finanz- und IT-Berufen liegen 10–15 % über dem Bundesdurchschnitt, was die höheren Mieten teilweise ausgleicht. Das durchschnittliche Nettoeinkommen in Frankfurt beträgt etwa 4.100 € pro Monat.
| Kategorie | Typische monatliche Kosten |
|---|---|
| Miete (1-Zi., möbliert, Innenstadt) | 1.130–1.800 € |
| Nebenkosten (Strom, Heizung, Wasser, 85 m²) | 250–350 € |
| DeutschlandTicket (gesamter Nahverkehr) | 63 € |
| Lebensmittel (Einzelperson) | 250–400 € |
| Lebensmittel (4-köpfige Familie) | 500–700 € |
| Essen gehen (günstiges Restaurant, pro Person) | 12–18 € |
| 3-Gänge-Dinner für zwei (gehobenes Mittelfeld) | 65–80 € |
| Fitnessstudio | 30–80 € |
| Internet (Breitband) | 35–50 € |
| Öffentlicher Kindergarten (3–6 Jahre) | Kostenlos (erste 6 Stunden/Tag) |
| Öffentliche Krippe (unter 3 Jahre) | ~200 € + Essen |
| Rundfunkbeitrag | 18,36 € |
Eine Einzelperson sollte monatliche Gesamtkosten von ca. 2.200–3.200 € inklusive Miete einplanen. Eine vierköpfige Familie benötigt je nach Wohnsituation und Schulwahl 4.000–6.000 €. Dem gegenüber stehen starke Gehälter: Finanzprofis verdienen im Median ca. 77.000 € brutto, Softwareentwickler durchschnittlich 67.500 € (Gesamtvergütung ca. 75.400 €), Berater zwischen 50.000 € (Einstieg) und 120.000+ € (Senior).
Gesundheitssystem
Deutschlands universelles Gesundheitssystem ist für alle Einwohner verpflichtend. Als Expat in Frankfurt treten Sie entweder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder der privaten Krankenversicherung (PKV) bei.
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
Rund 90 % der Einwohner sind gesetzlich versichert. Bei einem Bruttojahresgehalt unter der Versicherungspflichtgrenze von 77.400 € (2026) werden Sie automatisch eingegliedert. Der Gesamtbeitragssatz beträgt ca. 17,5 % des Bruttogehalts (14,6 % Grundbeitrag plus durchschnittlich 2,9 % Zusatzbeitrag), hälftig geteilt zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der maximale Arbeitnehmeranteil liegt bei ca. 509 €/Monat. Nicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder sind kostenlos mitversichert.
Empfohlene Kassen für Expats: Techniker Krankenkasse (TK) und Barmer – beide bieten guten englischsprachigen Service und starke digitale Tools.
Private Krankenversicherung (PKV)
Wer über 77.400 € verdient oder selbstständig ist, kann sich privat versichern. Die Beiträge richten sich nach Alter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang – ein gesunder 30-Jähriger zahlt ca. 400–500 €/Monat für umfassenden Versicherungsschutz mit schnellerem Facharzt-Zugang. Achtung: Ein Wechsel zurück in die GKV ist nach 55 schwer möglich – überlegen Sie sorgfältig.
Krankenhäuser und Ärzte
Frankfurt verfügt über hervorragende Krankenhäuser, darunter das Universitätsklinikum Frankfurt (1.488 Betten, Goethe-Universität), das Bürgerhospital (Geburtsmedizin und Pädiatrie), das Krankenhaus Nordwest (Onkologie) und das Klinikum Frankfurt Höchst. Englischsprachige Ärzte finden Sie über frankfurt-doctors.de, frankfurtexpats.com/doctor oder die Buchungsplattformen Doctolib und Jameda.
Im Notfall: 112 (Feuerwehr und Rettungsdienst), 110 (Polizei), 116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst, abends und am Wochenende). Apotheken mit dem roten „A“-Zeichen gibt es in jedem Viertel; Nacht- und Wochenenddienste wechseln im Turnus.
Internationale Schulen und Bildung
Wer mit Kindern nach Frankfurt zieht, findet sowohl erstklassige öffentliche Schulen (kostenlos, auf Deutsch) als auch eine starke Auswahl internationaler Schulen mit englischsprachigem oder bilingualem Curriculum. Die Rhein-Main-Region hat eine der höchsten Dichten internationaler Schulen in Deutschland.
Öffentliche Schulen
Das deutsche öffentliche Schulsystem ist qualitativ hochwertig und kostenlos. Kinder besuchen die Grundschule (6–10 Jahre), gefolgt von einer weiterführenden Schule (Gymnasium, Realschule, Gesamtschule). Wenn Ihre Kinder jung sind und Sie langfristig bleiben, ist die öffentliche Schule eine hervorragende Möglichkeit, Deutsch zu lernen und sich zu integrieren. Viele Schulen bieten Integrationsunterstützung für nichtdeutschsprachige Kinder.
Internationale Schulen in der Frankfurter Region
| Schule | Standort | Curriculum | Jahresgebühren (ca.) |
|---|---|---|---|
| Frankfurt International School (FIS) | Oberursel / Wiesbaden | IB (PYP, MYP, DP) | 27.000–34.000 € |
| Metropolitan School Frankfurt (MSF) | Westend / Rödelheim | IB PYP, Cambridge IGCSE, IB DP | 15.060–20.364 € |
| ISF International School | Sindlingen (West-Frankfurt) | SABIS, dt. & internat. Abschlüsse | 14.850–24.000 € |
| Strothoff International School | Dreieich (südlich von Frankfurt) | Vollständiges IB (PYP, MYP, DP) | ab 12.000 € (einkommensabh.) |
| accadis ISB | Bad Homburg | IB (bilingual Deutsch-Englisch) | 3.360–19.800 € (einkommensabh.) |
| Lycée Français Victor Hugo | Frankfurt-Stadt | Französisches Curriculum | 4.400–5.550 € |
| Europäische Schule Frankfurt | Nordend | Europäisches Abitur | Auf EU-Institutionsfamilien beschränkt |
Besonderer Vorteil der Metropolitan School Frankfurt: Der Kindergarten ist für Frankfurter Einwohner kostenlos, und es gibt ein einkommensabhängiges Gebührenmodell für Familien unter 85.000 € Einkommen. FIS erhebt eine einmalige Kapitalumlage von 12.000 € (zahlbar über die ersten zwei Jahre) plus 2.250–3.620 €/Jahr für den Schulbus.
Wartelisten bei den Top-Schulen sind erheblich. Bewerben Sie sich 12–18 Monate im Voraus, besonders bei FIS, ISF und MSF. Die Anmeldung öffnet typischerweise zwischen Oktober und Januar.
Öffentlicher Nahverkehr und Mobilität
Frankfurts integriertes Verkehrsnetz umfasst neun U-Bahn-Linien, neun S-Bahn-Linien, Straßenbahnen und Busse, alles unter dem Dach des RMV. Das System ist effizient, sicher und gut gepflegt.
Das DeutschlandTicket
Der Game-Changer für die meisten Expats ist das DeutschlandTicket für 63 €/Monat (seit Januar 2026, erhöht von 49 € bei der Einführung 2023). Dieses digitale Abo ermöglicht unbegrenzte Fahrten im gesamten öffentlichen Nahverkehr bundesweit – U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn, Bus und Regionalzüge. Da eine RMV-Monatskarte allein für die Tarifzone Frankfurt ca. 89 € kostet, bietet das DeutschlandTicket für praktisch jeden ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber nach dem JobTicket – viele Unternehmen bezuschussen es auf 35–45 €.
Vom Flughafen in die Stadt
Der Flughafen Frankfurt (FRA) ist mit den S-Bahn-Linien S8 und S9 an die Innenstadt angebunden – zum Hauptbahnhof in nur 11–15 Minuten. Ein Einzelfahrschein kostet 6,90 €, oder Sie nutzen einfach Ihr DeutschlandTicket. Das neue Terminal 3 soll voraussichtlich im April 2026 eröffnen.
Fahrrad und Mikromobilität
Frankfurt wird zunehmend fahrradfreundlicher mit ausgebauten Radwegen am Main und durch die Innenstadt. nextbike (by TIER) und Call-a-Bike (Deutsche Bahn) bieten Leihfahrräder ab ca. 1 €/30 Min. oder 9 €/Monat. Swapfiets bietet persönliche Monatsabos ab 20 €/Monat. Sechs E-Scooter-Anbieter – Lime, Bolt, Voi, Dott, RideMovi und Ryde – operieren unter einer städtischen Obergrenze von 12.000 Fahrzeugen.
Autofahren
Ein Auto ist in der Frankfurter Innenstadt nicht notwendig, aber nützlich für Vorstadtwohnen oder Wochenendausflüge. Ihr ausländischer Führerschein gilt sechs Monate; danach müssen Nicht-EU-Führerscheine in der Regel umgeschrieben werden. Für die städtische Umweltzone benötigen Sie eine grüne Umweltplakette.
Arbeiten in Frankfurt
Frankfurts Wirtschaft wird von der Finanzbranche getragen, die regional über 100.000 Menschen beschäftigt und die EZB, Deutsche Bank, Commerzbank, KfW, Deutsche Börse sowie die Aufsichtsbehörden BaFin und EIOPA umfasst. Die Stadt belegt Platz 12 im Global Financial Centres Index 2025.
Post-Brexit-Bankenexpansion
Die Neuordnung der europäischen Finanzmärkte nach dem Brexit hat Frankfurt enorm profitieren lassen. Rund 62 Finanzdienstleister wählten die Stadt als ihren EU-Standort nach dem Brexit, darunter Goldman Sachs, JPMorgan, Citigroup, Morgan Stanley, Bank of America und Barclays. Etwa 3.000 Brexit-bedingte Arbeitsplätze wurden bis Mitte 2020 geschaffen, mit einer Langzeitprognose von 8.000 insgesamt.
Jenseits der Banken
Die Fraport AG betreibt mit dem Flughafen Frankfurt Deutschlands größten Einzelarbeitsstandort (70.000+ Beschäftigte). Die Messe Frankfurt ist einer der weltweit größten Messeveranstalter. Die Startup-Szene belegt Platz 5 in Deutschland mit starkem Fintech-Fokus, unterstützt vom Innovationshub TechQuartier. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2025 bei 6,9 % – erhöht durch die konjunkturelle Schwäche, während die Gesamtbeschäftigung gleichzeitig Rekordniveau erreichte.
Gehaltsbenchmarks
| Position | Typisches Bruttojahresgehalt |
|---|---|
| Finanzfachkraft (Median) | ~77.000 € |
| Investment Banker / Senior Finance | 120.000–200.000+ € |
| Software-Entwickler | ~67.500 € (Gesamtverg. ~75.400 €) |
| Berater (Einstieg bis Senior) | 50.000–120.000+ € |
| Durchschnitt alle Branchen | ~65.000 € |
Coworking und Freelancing
Frankfurt hat eine lebendige Coworking-Szene. Flex Desks gibt es ab 99 €/Monat bei Anbietern wie Collection (Nextower, 29. Etage mit Skyline-Blick), während feste Arbeitsplätze bei WeWork, Mindspace oder Design Offices 300–500 €/Monat kosten. Wenn Ihr Aufenthaltstitel Selbstständigkeit erlaubt, bietet Frankfurts Fintech-Ökosystem und internationales Geschäftsnetzwerk starke Möglichkeiten.
Lifestyle und Kultur
World Design Capital 2026
Frankfurt RheinMain wurde zur World Design Capital 2026 ernannt und veranstaltet das ganze Jahr über fast 2.000 design-bezogene Events unter dem Motto „Design for Democracy“. Highlights sind die Open Design Week im Juni und das Module Festival im August. Das Museum Angewandte Kunst dient als zentraler WDC Hub. Erwarten Sie Pop-up-Ausstellungen, Workshops und urbane Installationen über das gesamte Stadtgebiet.
Essen und Gastronomie
Frankfurt zählt 10 Michelin-Sterne-Restaurants (Stand 2025). Die lokalen Klassiker sind ein Muss: Apfelwein im Bembel zusammen mit Grüner Soße (Frankfurts Sieben-Kräuter-Sauce) und Handkäs mit Musik in den traditionellen Lokalen in Sachsenhausen. Darüber hinaus bietet Frankfurts Vielfalt authentische türkische, japanische, indische, koreanische und nahöstliche Küche in jedem Viertel. Die Kleinmarkthalle ist der Feinschmeckermarkt der Stadt – ein Pflichtbesuch.
Kunst und Museen
Das Museumsufer erstreckt sich an beiden Ufern des Mains mit über einem Dutzend erstklassiger Institutionen, angeführt vom Städel Museum (Alte Meister bis Gegenwartskunst) und dem Senckenberg Naturmuseum (eines der größten Europas). Das English Theatre Frankfurt ist das größte englischsprachige Theater Kontinentaleuropas. Die Alte Oper bietet ganzjährig klassische Konzerte und internationale Künstler.
Jährliche Veranstaltungen
Das Museumsuferfest (letztes Augustwochenende) zieht über eine Million Besucher an. Die Frankfurter Buchmesse (Oktober) ist die weltweit größte Buchmesse. Der Weihnachtsmarkt am Römerberg gehört zu den ältesten und schönsten Deutschlands. Die Dippemess (Frühjahr und Herbst) ist Frankfurts großes Volksfest. Der Frankfurt-Marathon findet am 24.–25. Oktober 2026 statt.
Sport
Eintracht Frankfurt schloss die Bundesliga-Saison 2024/25 auf Platz 3 ab – das beste Ergebnis seit 1993 – und spielt in dieser Saison in der Champions League. Ein Spieltag im Deutsche Bank Park zählt zu den elektrisierendsten Erlebnissen im deutschen Fußball. Für Freizeitsportler bieten die Mainufer ideale Lauf- und Radwege, und der Frankfurter Stadtwald erstreckt sich über 48 km² – einer der größten Stadtwälder Deutschlands.
Das Bahnhofsviertel
Frankfurts Bahnhofsviertel durchläuft eine der auffälligsten urbanen Transformationen Deutschlands. Trendige Cocktailbars, Boutique-Hotels und Designstudios existieren neben dem historischen Rotlichtviertel, unterstützt durch 20 Millionen Euro städtischer Investitionen seit 2004. Die Kaiserstraße ist die gentrifizierte Hauptachse, während Taunusstraße und Moselstraße besonders abends Aufmerksamkeit erfordern. Der Kontrast ist Teil von Frankfurts Charakter – kantig, ehrlich und niemals langweilig.
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Praktische Tipps zum Einleben
Deutsch lernen
Englisch bringt Sie in Frankfurts Finanzwelt weit, aber Deutsch verwandelt Ihren Alltag. Die Volkshochschule Frankfurt bietet günstige Deutschkurse, private Schulen wie das Goethe-Institut, Berlitz und die DeutschAkademie sind exzellente Alternativen. Schon Grundkenntnisse (A2-Niveau) machen Behördengänge, Arztbesuche und das Zusammenleben in der Nachbarschaft deutlich einfacher.
Bankkonto
Eröffnen Sie so bald wie möglich ein deutsches Bankkonto – Sie brauchen es für Gehalt, Miete und Versicherung. Online-Banken wie N26 ermöglichen eine Kontoeröffnung in Minuten; traditionelle Optionen sind Deutsche Bank, Commerzbank und Frankfurter Sparkasse. Deutschland nutzt noch mehr Bargeld als die meisten Expats erwarten, aber Frankfurt ist dank seines internationalen Charakters kartenfreundlicher als viele andere deutsche Städte.
Rundfunkbeitrag
Die obligatorische Rundfunkgebühr beträgt 18,36 €/Monat pro Haushalt, unabhängig davon, ob Sie einen Fernseher besitzen. Melden Sie sich unter rundfunkbeitrag.de an und richten Sie ein SEPA-Lastschriftmandat ein, um Mahnkosten zu vermeiden.
Mülltrennung
Frankfurt nimmt die Mülltrennung ernst. Blaue/grüne Tonnen für Papier, gelbe für Verpackungen (Gelber Sack/Gelbe Tonne), braune für Bioabfall, schwarze für Restmüll. Glas wird in Straßencontainer nach Farbe sortiert (weiß, grün, braun). Flaschen und Dosen mit dem Pfand-Symbol können Sie im Supermarkt zurückgeben – 0,25 € für Einweg, 0,08–0,15 € für Mehrweg.
Sonntagsruhe
Fast alle Geschäfte sind sonntags geschlossen – eine verfassungsrechtlich geschützte Tradition. Ausnahmen: Geschäfte im Hauptbahnhof und am Flughafen, Bäckereien (vormittags), Apotheken im Bereitschaftsdienst, Restaurants und Kioske. Hessen erlaubt 4–8 verkaufsoffene Sonntage pro Jahr, gekoppelt an lokale Veranstaltungen. Samstagseinkauf ist Pflicht.
Trinkgeld
In Deutschland ist Trinkgeld bescheiden. Geben Sie 5–10 % im Restaurant, oder runden Sie im Café auf den nächsten Euro auf. Beim Bezahlen nennen Sie den Gesamtbetrag inklusive Trinkgeld: „Stimmt so“ heißt „der Rest ist für Sie“.
Nützliche Apps
DB Navigator und die RMV-App für Fahrplanauskunft und Tickets. N26 oder Revolut fürs Banking. Lieferando oder Wolt für Essenslieferung. Doctolib für Arzttermine. ImmobilienScout24 für die Wohnungssuche. DeepL für Übersetzungen (deutlich besser als Google Translate). Too Good To Go für vergünstigte Lebensmittel von Restaurants und Bäckereien.
Notrufnummern
112 – Feuerwehr und Rettungsdienst (EU-weit). 110 – Polizei. 116 117 – ärztlicher Bereitschaftsdienst, abends und am Wochenende.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich ein Visum für den Umzug nach Frankfurt?
EU-/EÖR-/Schweizer Bürger können frei einreisen. Nicht-EU-Fachkräfte benötigen in der Regel eine EU Blue Card (Gehaltsschwelle 50.700 € bzw. 45.934 € für Mangelberufe) oder ein anderes Arbeitsvisum. Die neue Chancenkarte ermöglicht 12 Monate Aufenthalt zur Arbeitssuche ohne vorheriges Jobangebot. Staatsangehörige bestimmter Länder (USA, Kanada, Australien, Japan, Südkorea) können visumfrei für 90 Tage einreisen und den Aufenthaltstitel aus Deutschland beantragen.
Wie teuer ist Frankfurt im Vergleich zu anderen deutschen Städten?
Frankfurt gehört zu den teuersten Städten Deutschlands, beim Wohnen etwa vergleichbar mit München. Die Mieten liegen 15–20 % höher als in Hamburg oder Düsseldorf. Allerdings sind die Frankfurter Gehälter – besonders in Finanz- und IT-Berufen – ebenfalls 10–15 % über dem Bundesdurchschnitt. Im Vergleich zu London, Zürich oder Paris bleibt Frankfurt deutlich günstiger.
Welche Viertel sind die besten für Expats?
Westend für gehobenes Wohnen nahe den Banken. Nordend für Familien und kreative Atmosphäre. Sachsenhausen für traditionell deutsches Flair und geselliges Leben. Bornheim für ein dörfliches Gemeinschaftsgefühl. Ostend für gutes Preis-Leistungs-Verhältnis nahe der EZB. Europaviertel für moderne Neubauwohnungen. Vororte wie Bad Homburg und Oberursel ziehen Familien an, die Grünflächen und Nähe zu internationalen Schulen schätzen.
Wird Englisch häufig gesprochen?
Ja, mehr als in den meisten deutschen Städten. Im Bankenviertel, bei IT-Unternehmen und internationalen Organisationen ist Englisch häufig Arbeitssprache. Personal in Restaurants und Geschäften in zentralen Lagen spricht meist etwas Englisch. Offizielle Dokumente und Verträge sind auf Deutsch – ein Übersetzer oder deutschsprachiger Bekannter ist für Behördentermine hilfreich.
Wie gut ist der öffentliche Nahverkehr?
Ausgezeichnet. Neun U-Bahn-Linien, neun S-Bahn-Linien, Straßenbahnen und Busse erschließen die Stadt umfassend. Das DeutschlandTicket (63 €/Monat) gilt für den gesamten Nah- und Regionalverkehr bundesweit. Der Flughafen ist nur 11 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Die meisten Pendelwege dauern unter 30 Minuten.
Wie sicher ist Frankfurt?
Frankfurt ist insgesamt sicher, besonders in Wohn- und Geschäftsvierteln. Übliche Vorsichtsmaßnahmen gelten: Achten Sie auf Taschendiebe in öffentlichen Verkehrsmitteln und belebten Bereichen. Das Bahnhofsviertel hat auf bestimmten Straßen eine sichtbare Drogenszene, befindet sich aber in deutlicher Gentrifizierung und ist tagsüber sicher zu begehen. Frankfurts Kriminalstatistik wird durch Flughafen- und Pendlerverkehr statistisch überhöht – die Anwohnerkriminalitätsrate ist niedriger als die Schlagzeilen vermuten lassen.
Was ist die Mietpreisbremse und betrifft sie mich?
Die Mietpreisbremse begrenzt die Miete bei Neuvermietungen auf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Sie gilt in Frankfurt für möblierte und unmöblierte Wohnungen, mit Ausnahmen für Neubauten und umfassende Modernisierungen. Bei möblierten Wohnungen darf ein angemessener Möblierungszuschlag hinzukommen. In der Praxis inserieren viele Vermieter noch über der Obergrenze, aber Mieter können überhöhte Mieten anfechten.
Weiterführende Links
→ Möblierte Wohnungen in Frankfurt – FARAWAYHOME
→ Luxus möblierte Wohnungen in Frankfurt
→ Serviced Apartments in Frankfurt
→ Corporate Housing in Frankfurt
→ Offizielle Webseite der Stadt Frankfurt
→ RMV – Frankfurter Nahverkehr
→ Make it in Germany – Offizielles Portal für Fachkräfte
Zuletzt aktualisiert: Februar 2026. Dieser Guide dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Finanzberatung. Einwanderungsregeln, Mieten und Schulgebühren können sich ändern. Quellen: Statistikportal Frankfurt, Investropa Frankfurt Rents 2026, Jobbatical EU Blue Card Schwellenwerte, Mercer Quality of Living 2024, Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Bahn, Metropolitan School Frankfurt Gebührenplan 2025/26, U.S. Department of State Schul-Factsheets, Feather Insurance Gesundheitsversicherungsgrenzen 2026, World Design Capital 2026.